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am anfang der arbeit in der galerie war mir schon klar, dass ich emilias kunst mit in die ausstellung co:exist einarbeiten möchte. ihre videoinstallation “SYMBIOSIS” veranschaulicht eindeutig den zusammenhang, den multilog aus stadt, mensch und natur. ihre ausdrucksstärke wird durch die produktionsqualität, den schnitt und ton, unterstrichen.

angela

welche rolle spielt co:exist in deiner arbeit?

„symbiosis“ ist eine videocollage, die aus videosequenzen der letzten paar jahre besteht. einzelne elemente des videos, von landschaftsaufnahmen über autobahnlichter bis hin zu sich küssenden menschen, zeigen zwar ihre eigenständigkeit in sich und verschmelzen dennoch in ein ganzes. alle drei elemente, mensch, natur und stadt, symbiotisieren, trotz inhaltlichen diskrepanzen, zu einem einzigen fluss an impressionen, bewegung und realitätsverzerrendem rausch. die koexistenz von mensch, natur und stadt heißt auch die koexistenz von vergänglichkeit und beständigkeit, nähe und distanz, dynamik und statik, kontrast und konvergenz.

 

woher nimmst du deine inspiration? wie arbeitest du?

der zusammenschnitt des videos ist aus einem diffusen gefühlsrausch entstanden. normalerweise liegt der themenschwerpunkt meiner arbeiten bei porträts und momentaufnahmen meines umfelds, welches in erster linie aus berliner jugendlichen besteht. ich nehme dabei häufig ein gefühl von einer beinahe „hilflosen“ trance wahr, in der etliche impressionen, gefühle, sehnsüchte und atmosphären, sowohl positiv als negativ, miteinander verschmelzen und einen in diesen diffusen, undefinierbaren strom zu reißen scheinen. mein ziel war es, diese wahrnehmung und das damit einhergehende gefühl in dem video zu visualisieren.

 

was ist dir noch wichtig?

bestrebungen nach verbundenheit mit der natur, sozialer gemeinschaft bis hin zur eigenen individuellen identität haben den entstehungsprozess des videos durchzogen und damit mehr oder weniger intuitiv zu dieser eher atmosphärischen statt erzählenden videocollage geführt. zwar liebe ich die hektik, die stetige reizüberflutung und die dröhnenden bässe, die diese stadt in normalen zeiten mit sich bringt. dennoch kann ihre flüchtigkeit schnell jegliche klarheit rauben und in besagte zustände führen.

weitere künstlerische positionen

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ausstellungsrundgang
[10:58 min]
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video
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