Heike_Kelter_gross

heike kelter, strada, 2018, tinte und acryl auf leinwand

welche rolle spielt "co:exist" in deiner arbeit? 

seit meiner kindheit in südafrika ist natur die konstante. in der natur, vor allem in weiten leeren landschaften, erlebe ich zeitlosigkeit. ich gehe oft stunden durch natur (gerne in schottland) und erfahre, wie diese konstante mir immer wieder den zusammenhang bewusst macht, in dem ich lebe und die notwendigkeit sich einzuordnen. 

die stille und die abwesenheit von personen geben mir ein gefühl, dass die erde ein lebendiges wesen ist, auf dem ich gehe. das konkrete erleben von landschaft ist die quelle für meine malerei.

 

wie arbeitest du? woher nimmst du deine inspiration? 

es sind die erfahrungen von unendlichkeit, auflösung und des sich permanent ändernden lichts, die mich zur malerei führen. 

am meisten fasziniert mich die ruhige präsenz der elemente, das sich ständig wandelnde licht, der wind, die erde, das wasser. alles bewegt sich in einem system miteinander, ob ich nun anwesend bin oder nicht. alles existiert auch ohne mich. was fest und stabil erscheint, ist in wirklichkeit eine situation im wandel. 

die reale erfahrung und das erinnern verschmelzen zu einer vorstellung von bildraum und dichte. es ist der wunsch, licht und leichtigkeit in meinen bildern einzufangen. 

das ergebnis sind destillate, auf das wesentliche reduziert und auf einen universellen zusammenhang verweisend. 

heike kelter erforscht in ihren arbeiten das verhältnis von flächen und farbe, natur und blickwinkel. thematisch hat das natürlich perfekt gepasst. ihr diptychon ist ein riesen kontrast in der ruhigeren ecke der ausstellung.

rosalie

weitere künstlerische positionen

moki marie strauß atelier le balto lena whooo yero adugna eticha heike kelter nomeda loredana nemes merete røstad alexandre decoupigny
und schüler*innen der
nehring-grundschule
thomas bratzke elisabeth fraenkel isabella steeb de la cruz jörg
schemmann
lovis hirschmann
kaon yeom und
meryem çelik
(schüler*innen des
gottfried-keller-
gymnasiums)
emilia stroschein karen scheper / dorothea vogel
(und schüler*innen der heinrich-
v.-stephan-schule)
video
ausstellungsrundgang
[3:30 min]

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