moki

welche rolle spielt co:exist in deiner arbeit?

alles ist mit allem verbunden. das zusammenspiel ist hochkomplex und deshalb nicht leicht zu durchschauen. die symbiotischen beziehungen von tieren, pflanzen und ihrer umgebung/landschaft interessieren mich seit meiner jugend. ich freue mich über wissenschaftliche erkenntnisse zu dem thema des verwobenen, wenn sie uns helfen können, neue konstruktive strukturen für ein gleichberechtigteres zusammenleben zu schaffen.

 

woher nimmst du deine inspiration? wie arbeitest du?

ich denke ich habe in meiner kindheit prägende erfahrungen machen können, welche mich grundsätzlich für bestimmte themen geöffnet haben. neben dem naturnahen aufwachsen in einer musikalischen familie sind es aber auch literatur und mein alltag in berlin, die mich inspirieren.

 

inwiefern ist deine kunst politisch?

es kommt vor, dass ich bei meiner arbeit das gefühl habe, ich möchte mich konkreter für politische ziele einsetzen und fokussierter agieren (z.b. demonstrieren/kreativer widerstand, petitionen initiieren oder die organisationen unterstützen, die sich für positionen ohne lobby einsetzten). wenn ich mich dann mit anderen über die zweifel an meiner arbeit als malerin austausche, wird häufig betont, dass die kunst andere zum nachdenken, innehalten und zum wandel inspirieren kann. dies ist ein langsamerer prozess, der möglicherweise kein feedback erzeugt. der*die betrachter*in bestimmt in seiner resonanz auf ein kunstwerk, inwieweit „politische“ gedanken entstehen können. bei der grundlegenden konzeption meiner werke habe ich definitiv eine politische haltung, die sich aber für mich auch divers, ambivalent oder unterschwellig einen weg bahnen kann.

mokis bilder beschreiben formen der koexistenz, die eher als „kollaborationen“ bezeichnet werden können. manchmal erscheinen sie ausweglos. als betrachter fühle ich mich wie der einsiedlerkrebs, der statt einer muschel nun eine plastikflasche beziehen muss. und trotzdem (oder deswegen?) ist jedes bild voller poesie. dem anthropozän kann sich niemand mehr entziehen. die bilder sagen: es ist da.

carsten

 

 

 

 

mokis bilder besitzen eine sehr poetische und ausdrucksstarke präsenz, mit der die gleichzeitig chaotische und harmonische koexistenz des menschen, natur und das urbane widerspiegelt.

abril

weitere künstlerische positionen

moki marie strauß atelier le balto lena whooo yero adugna eticha heike kelter nomeda loredana nemes merete røstad alexandre decoupigny
und schüler*innen der
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video
ausstellungsrundgang
[3:30 min]