was ist für dich co:exist?

wenn ich an koexistenz denke, fällt mir ein bild ein, das ich als kind oft bei meiner oma betrachtete. viele tiere dösten gemeinsam in der sonne. im vordergrund schlief ein löwe neben einem lamm. darunter stand „paradies“. wie geht das?, fragte ich mich als kind. heute frage ich mich das wieder und sehe uns menschen als die löwen, die alles in der hand haben: zerstören oder in koexistenz bewahren. in meiner arbeit ergänze ich inzwischen das bild meiner oma. nicht nur die tiere sollten nebeneinander entspannen. auch die pflanzen, mikroorganismen, steine - alle lebewesen sollten miteinander paradiesisch existieren. lasst nicht locker, löwen!

 

eine ausstellung als multilog: was kann man darunter verstehen?

im multilog der kommunalen kurator*innen sehe ich, wie das aushandeln von prozessen unter den bedingungen der freiwilligkeit funktioniert. ich finde, dass die gruppe viel geschafft hat, es aber auch immer wieder einzelne sind, die für andere übernehmen. in unserem fall finde ich das ok. aber wie sehen das die anderen? die lauten und die leisen? und ich frage mich, ob unser beispiel typisch ist, übertragbar als gemeinschaftserfahrung auf gesellschaft? ich würde mich am schluss des projektes gerne mit dem kurator*innen-team darüber austauschen: was ist für dich multilog? wie war für dich unser multilog? oder - gibt es den idealen multilog?

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